20. Internationale Acappella-Woche Hannover: Trio Mediæval

Heute gibt es wieder einen Bruch: Wir gehen weg von Pop- oder Jazz-Songs und tauchen wieder ein in die klassische Musik. Heute abend darf uns das Trio Mediæval aus Norwegen begleiten. Diese drei Damen singen einerseits sehr frühe klassische Musik, aber und gerade auch Volkslieder (Folksongs) aus Norwegen, zusätzlich gibt es Lieder die extra für sie geschrieben wurden.
Ihre Musik ist ideal für die kleine Kreuzkirche in Hannover, weil sie nur ihre Stimmen und manchmal Instrumente wie eine doppelsaitige Geige oder Klangstäbe) verwenden. Nichts, was den klaren Klang der Stimmen verfälscht, sondern die getragenen Hymnen und Wiegenlieder unterstützt.
Das Trio hat sich aktuell auf Lieder fokussiert, die schon traditionell als Lieder von Generation zu Generation weitergegeben werden - teilweise sind dies Lieder aus dem 17ten und 18ten Jahrhundert, teilweise aber auch Neukompositionen auf Texte aus dem achten Jahrhundert. Man kann sich einfach zurücklehnen und den Klang wirken lassen weil hier der Fokus nicht auf dem Auftreten der drei Damen besteht sondern im Klang, der gerade in dieser Kirche wunderbar wirken kann.
Die Texte der Lieder sind natürlich alle norwegisch, aber im Programm gibt es eine deutsche Übersetzung. Die ist zwar nicht notwendig, aber nett zu lesen.

Ich finde, das Trio Mediæval macht geniale Musik - und bringt uns auch wieder zurück auf den Boden. Es muss nicht immer alles schnell und sofort sein, man kann und sollte auch immer wieder sich besinnen und innehalten. Diesen Fokus bringen die drei Damen sehr gut zum Vorschein, die Liedauswahl und die Ruhe die sie ausstrahlen bezeugen dies.

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20. Internationale Acappella-Woche Hannover: Viva Voce

Nach dem gestrigen genialen Pop-Purrie hat es Viva Voce im Pavillon etwas schwer: der Saal ist größer als was sie normalerweise bespielen und das Publikum das gestern da war ist immer noch geflashed.
Aber das tut den Jungs keinen Abbruch. Die (inzwischen nur noch) vier Sänger aus Arnsberg sind auch schon seit über 15 Jahren gemeinsam auf der Bühne und haben ihr Repertoire - eher in Richtung Schlager gehend - aufgebaut. Sie sind deutschlandweit unterwegs und auch bekannt und dürfen im bayrischen Karneval auch auftreten - und zwar nicht unbedingt mit typischer Karnevalsmusik sondern auch etwas Nachdenklichem.
Sie singen viel von den Feinheiten des Lebens und was sie ausser Singen so machen (Schreinern, technische Doku schreiben...). Sie haben kreative Cover (wer erinnert sich an Clubbed to Death?) und begeistern einen guten Querschnitt an Leuten.
Ein wenig überraschend wurde beim Impro gefordert, dass als berühmte Person "Arndt Schmöle" vorgeschlagen wurde - leider war Arndt selbst nicht im Publikum sonst wäre das witzig geworden! Heiko hat den Vorschlag aber gerne aufgenommen und ihn für das Stück verwendet.

Auf mich persönlich wirkt Viva Voce wie eine Band, die leider ihren Höhepunkt vor längerer Zeit erreicht hat. Ich habe heute morgen mal noch alte CDs herausgekramt und angehört: Früher waren die Stücke eher Pop-lastiger und mehr Tiefgang bei den Witzen vorhanden. Vielleicht bin ich einfach inzwischen zu anspruchsvoll geworen was Acappella angeht, oder ich bin einfach nicht der Schlagerfan. Aber wirklich neue, spannende, interessante Lieder habe ich heute abend leider nicht gehört, zumindest nichts, was mir später noch in Erinnerung bleibt. Schade für mich, aber die Band hat ja Erfolg ;-) Insofern bin ich gespannt wie es mit der Band weitergeht.

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20. Internationale Acappella-Woche Hannover: A-Cappella-Nacht (Anders, Voxid, basta) im Aegi

Wie immer Mittwochs ist heute die Acappella-Nacht. Das bedeutet, dass mehr als eine Gruppe heute auftreten wird. Meistens sind dabei mehrere junge Gruppen, die dann den Abend bestreiten.
Heute ist es ein wenig anders. Erstens gibt es keinen Acapideo-Gewinner; das finale "OK" für das Festival kam so kurz vor den Konzerten, dass man keinen Wettbewerb ausschreiben konnte. Stattdessen durften die drei Gruppen etwas länger singen.
Zuerst kommt die Gruppe "anders" aus Freiburg dran - und ich frage mich, warum sie bei ihren Konzerten Stuttgart als Konzertort ausgelassen haben! Die fünf Jungs machen Popgesang, aber nicht nur Mainstream, sondern eigene Songs mit ihrem eigenen Stil und das macht die Songs einfach anders. Der Auftritt und die Lieder machen Spass, die Texte sind auf deutsch und damit kriegt man natürlich das Publikum. Mir gefällt das Lied über Freiburg sehr gut, weil es die Stadt beschreibt ohne die üblichen Plattitüden - oder auch ohne die Stadt zu nennen.
Nach anders kommt die Gruppe Voxid - die es eigentlich schon nicht mehr gibt. Die Mitglieder von Voxid haben sich während der Corona-Pandemie entschieden, die Gruppe aufzulösen und eigene Projekte weiterzuverfolgen. Aber für die Acappella-Nacht haben sie sich in ihrer letzten Formation noch einmal zusammengefunden um gemeinsam aufzutreten. Inzwischen gehört(e) auch Joachim Rust zu Voxid, der früher bei Juicebox aus Hannover war. Und hier gibt es heute abend eine Premiere: Ein Mix von Juicebox und Voxid für ein Lied! Lucy (Sopranistin von Juicebox) kommt noch einmal auf die Bühne um mit Voxid das erste bekanntere Lied von Joachim zu singen - The Truth about Love. Das ist einfach cool, weil beide Gruppen geile Musik gemacht haben - und beide ja inzwischen nicht mehr existieren. Ich finde das extrem schade, aber leider ist es nicht zu ändern.
Ansonsten hat Voxid ihre Lieder gesungen - sehr kraftvoll, wie wir es gewohnt sind. Ungewöhnlich, weil sie ihre eigenen Lieder schreiben und ihren Stil dabei finden. Sauber vorgetragen, mit den Mikrofonen spielend und einfach für sehr gute Stimmung sorgend.

Und was macht das Publikum? Nach der Zugabe des berühmten letzten Liedes singt es - wie bei anders - einfach den Refrain des letzten Stückes so lange, bis die Gruppe wieder auf die Bühne kommt und noch eine zweite Zugabe gibt ;-) So gehört sich das.

Zu guter Letzt darf dann noch basta auf die Bühne. Die fünf Jungs haben auch angekündigt, am Ende diesen Jahres sich aufzulösen und so sind auch sie gerade auf ihrer Abschiedstournee. Vielleicht nutzen anders dann den Platz der frei wird ;-)
Zu Basta gehört auch Arndt Schmöle und so sind heute alle Gründungsmitglieder der Gruppe Modell Andante im Theater am Aegi - entweder als Organisatoren oder als Künstler. Das hat auch was ;-)
Basta haben ein Potpourri ihrer Lieder mitgebracht - ein Querschnitt ihrer Bühnenlaufbahn und der Lieder die sie im Laufe der Jahre produziert haben. Es ist witzig, spannend, cool und irgendwie traurig - dieses Konzert ist nicht das letzte Konzert von basta, aber es gibt sie halt nur noch dieses Jahr. Machen wir das Beste draus!

 

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20. Internationale Acappella-Woche Hannover: Ringmasters

Bei den Ringmasters heute abend haben wir einen Vorteil: Wir haben dieses Konzert-Jahr mit einem Konzert der Ringmasters im Renitenztheater begonnen. Das heisst, die Ringmsaters und ihr Programm kannten wir teilweise schon. Trotzdem haben wir uns gefreut, die Ringmasters in Schloss Landestrost zu hören.


Wie immer ist das Konzert in Schloß Landestrost als erstes ausverkauft - und auch wenn hier oft ungewöhnliche Konzerte während der Acappellawoche stattfinden, kommen die Zuschauer gerne wieder.


Dieses Mal also die Ringmasters. Die vier Schweden sehen sich als Zirkusdirektoren, die dem Publikum Barbershop-Gesänge näher bringen wollen - und das mit Erfolg; sie dürfen sich seit 2012 Barbershop-Weltmeister nennen.
Ihre Lieder sind bekannte Lieder - entweder original Barbershop oder von ihnen umarrangiert, auf sie zugeschnitten. Immer auch ein wenig selbstironisch, haben ein wenig Choreographie mit der sie ihre Lieder noch verstärken. Und Jakobs Fähigkeit, einen Ton über eine Minute ohne luftzuholen singen zu können hilft ihnen auch oft, ein überraschendes Ende des Closed-Harmony-Gesangs zu ermöglichen - die Akkorde wechseln drei bis viermal bis die finalen Schlusstöne gefunden wurden.
Am Ende können sie leider die Leute nur vertrösten: Der Koffer mit den CDs ist wohl beim Flug verlorengegangen, daher gibt es kein Merchandise heute abend. Da kann man ja nur froh sein, dass ihre Anzüge wohl im Handgepäck waren ;-) Aber ein schönes Konzert und ich freue mich auf ihren Kurzauftritt beim Abschlußkonzert.

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20. Internationale Acappella-Woche Hannover: Gallicantus

Für Gallicantus hat die internationale Acappella-Woche Hannover einen neuen Aufführungsort sich ausgesucht: Die Kirche St. Andreas in Springe. Dies ist eine relativ kleine Kirche, aber hell und klein genug, dass die sechs Männer von Gallicantus ohne Mikrofone oder ähnliche Verstärkung auftreten können.
Gabriel Crouch, der früher auch bei den King's Singers gesungen hat, hat sich Sänger gesucht, mit denen er Renaissance-Musik so darreichen kann wie er sie sich vorstellt - klar, ohne Schnörkel, einfach aber der komplexen Musik gerecht werdend.
Gabriel selbst macht die Ansagen und freut sich als erstes darüber dass die Gruppe nach drei Jahren tatsächlich ihr erstes Konzert gibt - und das im Rahmen eines Festivals, bei dem er schon zu seiner Zeit mit den King's Singers aufgetreten ist. Auch die Kirche sowie das Publikum tut es ihm an, weil die Kirche zu seiner Art Musik passt und die Kirche bis auf den letzten Platz besetzt ist.
Das Konzert hat tatsächlich eine Pause diesmal - das Hausrecht der Aufführungsorte ist immer unterschiedlich.

Gabriel hat das Programm "Die Kunst des Klagens" genannt und gliedert die beiden Konzertteile in jeweils drei Abschnitte auf: Epitaphen (ein Komponist beklagt den Tod seines Lehrers oder Vorgänges in Form eines Liedes), Hingabe aufgrund des Todes von Prinz Henry sowie Didos Klage.
 
Für jedes der drei Teile werden Stücke von verschiedenen Komponisten vorgetragen - Thomas Tallis beginnt das Epitaph, William Byrd beklagt den Tod von Thomas Tallis und Thomas Tomkins beklagt den Tod von William Byrd.
Zum Tod von Prinz Henry im November 1612 gab es erstaunlich viel Anteilnahme des Volkes, und daraus entstand wohl auch bei vielen Komponisten der Wunsch die Trauer um den Tod des Prinzen musikalisch zu verarbeiten. So entstanden um diesen Tod herum viele Renaissance-Stücke, die Gallicantus dann vorträgt.
Und zu guter Letzt gibt es noch den Abschnitt "Didos Klagen" die aus dem Buch IV von Virgils Aeneis stammen. Die karthagische Königin Dido trauert um Aeneas, den Sohn Trojas, der sie verlassen hat. Jeder Komponist geht mit seiner eigenen Fassung an das Thema heran - der Text wird dabei anders interpretiert und musikalisch dargestellt. Es ist faszinierend, wie derselbe Text in Gesang umgesetzt wird.
Es ist fast schade, wie schnell das Konzert vergeht. Gabriels Erklärungen sind hervorragend um die Musik im Kontext zu geniessen und die Sänger sind genau richtig um diese Art von Musik vorzutragen. Gerne mehr davon!

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20. Internationale Acappella-Woche Hannover: Jazzation

Dieses Mal sind wir in der Christuskirche Hannover - eine ehemalige Kirche, deren Raum zu einem Aufführungsort umgebaut wurde. Im Altarbereich ist die Bühne und da wo früher Kirchenbänke standen ist sind jetzt Stühle auf einer Art Rampe so dass man immer über den Vordermann sehen kann. Akustisch ist dies ein guter Ort für Konzerte.
Heute abend treten hier Jazzation auf. Das ist ein Quintett aus Ungarn, welches primär Jazz singt - mit eigenen Arrangements und Idee. Die Stimmen sind klar und die Intonation so wie man es für Jazz sich wünscht - schräg aber genau so dass es Gänsehaut macht weil die Klänge ungewohnt aber passend sind.
Fast immer hat eine der Frauen den Lead bei den Liedern, aber das passt zu der Gruppe und zu den Stimmen. Und weil eine der Frauen aus Georgien kommt und genau an diesem Sonntag dort das Osterfest gesungen wird, singen sie auch ein georgisches Gebet, welches in diesem Kirchenraum natürlich sehr gut zur Geltung kommt.

Die Stücke sind alle sehr unterschiedlich - teilweise humorvolle Covers, teilweise Eigenkreationen - aber sie zeigen den Stil von Jazzation. Ich fand es eine tolle Gruppe und freue mich, sie hoffentlich in ein paar Jahren wiederzusehen und solange ihre CDs zu hören.

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20. Internationale Acappela-Woche Hannover: Voces 8

20. Internationales Acappella-Festival Hannover: Voces 8

Es ist fast drei Jahre her, dass beim internationalen Acappella-Festival das Abschlußkonzert stattfand.

Nach dem Festival ist vor dem Festival, und so wurde gleich angefangen, das nächste Festival (zwanzigjähriges Jubiläum!) vorzubereiten - Künstler wurden ausgewählt, verpflichtet, Auftrittsorte gesucht und gemietet - nur um dann im März 2020 festzustellen, dass man aufgrund von Corona kein Festival wird durchführen können. Doof.

Macht nichts, dachten die Veranstalter von Lauschkultur Hannover und fassten dann den Herbst 2020 als nächsten Termin ins Auge, um das Festival stattfinden zu lassen. Die Künstler signalisierten auch dass sie mitgehen würden, also wurde ein neues Festival geplant.

Wir alle wissen es: Auch im Herbst sah es nicht gut aus, alle größeren Veranstaltungen mussten abgesagt werden. So auch die Herbstausgabe des Festivals - und auch das dann noch einmal neu geplante Acappella-Festival Hannover 2021.

Doch die Aktiven von Lauschkultur liessen sich nicht unterkriegen. Für 2022 wurde wieder ein Festival organisiert. Eine der Gruppen, die für 2020 geplant war hatte sich inzwischen aufgelöst (Fork), aber es konnte Ersatz gefunden werden und auch die angefragten Gruppen waren begierig wieder Konzerte geben zu können - und so kommt es nun, dass Roger Cericius am 23.04.2022 endlich wieder ein internationales Acappella-Festival Hannover eröffnen konnte. Die Marktkirche mitten in Hannover ist ausverkauft, alle Zuhörer tragen Maske weil das die Markuskirche gerne möchte - und wir können endlich das Jubiläum feiern auf das wir zwei Jahre warten mussten.

Das Festival eröffnen darf das Ensemble Voces 8. Die Sängerinnen und Sänger kommen aus England und haben sich der Kombination aus alter mit moderner Musik verschrieben. Es gibt das Ensemble schon seit über 15 Jahren und sie haben sich mit ihren Programmen einen guten Ruf erarbeitet.

Voces 8 in der Marktkirche
Voces8 in der Marktkirche.

Heute abend beginnen sie ihr Konzert damit, dass sie im Rücken der Zuhörer beginnen - am Eingang zur Kirche. Man konnte also einfach dem Gesang lauschen, ihn geniessen und sich auf das Erlebnis einlassen. Ein paar Zuhörer haben sich natürlich umgeschaut, aber ich fand es schöner, einfach nur den Klang wirken zu lassen, wie er aus den Ecken der Kirche herausschallte.

Mit dem zweiten Stück kommen sie dann langsam nach vorne, um sich dann auch den Zuhörern zu präsentieren. Ab jetzt sagen sie dann auch die weiteren Stücke immer an, jeweils ein anderer Sänger darf das nächste Set ansagen. Voces 8 schafft es dabei, immer zwei Stücke zusammen zu singen, die einen gemeinsamen Nenner hatten - ob es jetzt die Thematik "Ave Maria" aus zwei verschiedenen Zeitepochen ist oder zwei Stücke, die zwar modern aber von unterschiedlichen Einflüssen geprägt sind (einmal Ideen von Arvo Pärt aufgenommen und einmal ein Lied von Rachmaninow); sie haben in der Moderation kurz erklärt was für Stücke sie nun singen, worauf man achten könnte, gepaart mit der Bitte das Set nicht durch Klatschen zu unterbrechen. Letzteres wurde auch vom Publikum akzeptiert, nachdem man gemerkt hat wie sehr es dem Set hilft, wenn zwischen den Stücken nicht geklatscht wurde.

Die Marktkirche hatte darum gebeten, dass es in dem Konzert keine Pause gibt - damit die Zuhörer sich nicht so stark über den Weg laufen und sich potentiell anstecken. Das funktioniert recht gut, die Sänger brauchen zwischendurch keine Pause und durch die Sets gibt es immer wieder kurze Pausen in denen man seine Ohren entspannen kann. Es macht Spass, sich mit der Musik auseinanderzusetzen und die (kurze) Stille beim Nachklang der Lieder zu erleben - bevor der Erste am Ende des Sets klatscht.

Als das Konzert sich dem Ende zuneigt, zeigen Voces 8, dass sie nicht nur klassische Musik beherrschen sondern auch Jazz- und Popsongs singen können. Bei den Jazz-Liedern klappt das noch recht gut, aber gerade bei den Pop-Songs merkt man ihnen die klassischen Stimmen deutlich an - ihnen fehlt die Schrägheit oder der freche Klang der Stimme, den man für Popsongs braucht. Die Lieder sind alle fehlerfrei vorgetragen - wie auch bei den klassischen Stücken ist die Intonation erstklassig, die Harmonie zwischen den Sängern vorhanden und sie liefern einen guten gemeinsamen Klang ab - aber die Stimmen klingen für die Popsons zu brav.

Aber das macht den sonst positiven Eindruck nicht kaputt. Es ist zwar gut zu wissen dass sie ein großes Repertoire haben - aber ihr Fokus lag und liegt auf den klassischen Stücken und da sind sie hervorragend.

Ich fand das Konzert klasse - es hat drei Jahre gedauert bis wir wieder ein Konzert geniessen durften, aber die Warterei hat sich gelohnt. Morgen geht es einmal mit Jazzation aus Ungarn weiter - sowie dem Singtreff, der jeden Nachmittag stattfindet.

 

Wer übrigens neugierig wurde noch dabei sein möchte: Für das Abschlußkonzert am 01.05.2022 im Kuppelsaal gibt es noch Karten...

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Die AG Kritis hat sich gegründet

Die AG Kritis (als Idee gegründet auf tu.wat) hat im letzten Jahr viel getan; sie hat regelmäßig sich ausgetauscht und überlegt, wie sie Forderungen stellt und sachlich korrekt aber mit konkreten Zielen auftreten kann.

Herausgekommen ist die Webseite AG Kritis, auf der für mich sehr wichtige und vernünftige Forderungen stehen.

Wer das nicht weiss: KRITIS steht für "Kritische Infrastruktur" und bezeichnet Firmen, die für den Erhalt der Zivilisation in Deutschland wichtig sind - das sind die Energie- und Wasserversorger, Krankenhäuser, aber auch Telekommunikationsfirmen, Transportfirmen und ähnliches. Die endgültige Liste der KRITIS-Firmen ist geheim, aber man kann sich ja überlegen wer ein großer Energieversorger zB ist.

Die Forderungen von der AG Kritis sind unter anderem:

  • Unabhängigkeit des BSI:
  • Bis vor knapp einem Jahr war das BSI (nur) für den Bürger zuständig und sollte ihn schützen. Die neuen Aufgabengebiete zwingen das BSI, gegen den Bürger zu agieren - Stichwort Staatstrojaner, Ankauf von 0-Day-Sicherheitslücken und ähnliches
  • Ausreichende Personausstattung relevanter Behörden:
  • Gerade Experten gibt es wenige in Behörden; es gibt generell zuwenige Stellen und diese werden - oft - nicht gut bezahlt. Damit nicht nur Lobbyisten dort beeinflussen können sollte die Behörde die Expertise selbst haben - und auch sich weiterbilden können.
  • Software in KRITIS sollte Quelloffen sein:
  • Gerade in kritischen Bereichen sollte quelloffene Software benutzt werden - einerseits damit Fehler schnell gefunden werden können, aber auch damit die Erfahrungen der KRITIS-Firmen in die Weiterentwicklung der Software gesteckt werden kann und damit Allen hilft.
  • eine strikt defensive Cyberstrategie:
  • Aktuelle Bestrebungen deutscher Behörden ist, gerade im Cyberraum alles machen zu wollen, gerade auch offensiv aufzurüsten.
  • Regulierung, Aufsicht, Kontrolle:
  • Die Kontrolle der KRITIS-Firmen sollte nicht alleine in der Privatwirtschaft sein; eine von der Wirtschaft unabhängige Behörde sollte neutral Prüfungen durchführen.


Alles in allen sinnvolle und meiner Meinung nach wichtige Forderungen. Helft ihnen! Zeigt dass Ihr ähnlich denkt
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Die Bahn und das Chaos mit Ersatzkarten

Ich bin ja normalerweise ein begeisterter Bahnfahrer und nehme gerne auch den Service und die Qualität der Bahn in Schutz. Aber heute muss ich über ein Ereignis berichten, wo ich mich ersthaft frage warum die Bahn glaubt so mit ihren Kunden umgehen zu können.

Meine Frau und ich haben beide Bahncards 25 First. Sie eine Partnerkarte, ich eine Hauptkarte mit Bahn-Comfort Status. Ich hatte irgendwann auch eine BahnBonus-Karte zugeschickt bekommen, aber die liegt ungenutzt zuhause weil ich sie nicht benötige - ich habe ja meine BC25 First.

Es ist passiert: Ich habe auf einer Bahnfahrt mein Portemonnaie verloren.
Das Geld ist mir fast egal, viel wichtiger sind die beliebten Plastik-Karten und Ausweise die man so hat: Personalausweis, Führerschein, Bahncard, Bibliotheksausweis, Gesundheitskarte und so weiter.
Während es erstaunlich einfach ist, neue behördliche Ausweise zu bekommen (ich brauchte genau ein Foto von mir!) wirft mir die Bahn viele Steine in den Weg.
Was macht man also, wenn man weiss dass man in naher Zukunft eine weitere Bahnfahrt vor sich hat und dafür ggfs. eine Bahncard braucht?
Richtig, man bestellt eine Ersatzkarte.
Ich habe mich also auf dem Portal der Bahn eingeloggt, bin auf die Seiten des BahnCard-Services gegangen und bei "Ersatzkarte bestellen" habe ich die Karte gesucht die meinen Namen trägt und dafür eine Ersatzkarte bestellt.
Kurz darauf kam eine Rechnung für diese Ersatz-Karte. Auf der Rechnung stand auch nur "Ersatz-Bahncard"

Nachdem ich die Rechnung beglichen hatte wartete ich auf die Karte. Nach ca. 3 Wochen ging ich einmal zum Bahnschalter in Stuttgart und fragte ob sie eine papierne Ersatz-Karte ausstellen könnten, damit ich zugfahren könnte. Sie verneinten und verwiesen auf das Callcenter des Bahncard-Services. Okay.
Also rief ich da an. Die erste Person meinte sie könnte mir nicht helfen (sie war BahnComfort), also vermittelte sie mich an den Bahncard-Service weiter. Der schaute sich den Vorgang an und bat um mehr Zeit. Nach ca. 5 Minuten holte er mich aus der Warteschleife und meinte da sei was komisches - für mich sei eine BahnBonus-Card bestellt worden aber keine Bahncard. Diese sei gerade im Druck und daher noch nicht bei mir.
Ich war sehr überrascht und fragte wieso da eine BahnBonus-Card wäre, ich wollte doch eine BC25. Er meinte die sei wohl so bestellt worden.
Ich habe dann ein paar Tage gewartet und tatsächlich - was ich per Post zugeschickt bekommen hatte war eine BahnBonus-Karte. Eine Karte die mir bei Bahnfahrten gar nicht hilft.
Per Twitter fragte ich den DB Kundenservice ob das richtig und ernst gemeint sei, insbesondere weil auf der Rechnung nichts von einer Bonus-Card sondern von einer Ersatz-Bahncard steht und sie meinten, ich sollte per Email den Bahnservice anfragen.
Das habe ich dann auch gemacht mit einer Email.
Nach ca. 5 Wochen bekam ich (heute) eine Antwort, die sinngemäß aussagt: Ich hätte eine BahnBonus-Card bestellt und bei der Rechnung hätte ich anhand der falschen Endziffern der Kartennummern erkennen können dass es die falsche Karte ist.

Nun ja. Das kann man so sehen.
Ich hänge hier zwei Screenshots an den Artikel die meine Sicht auf das Bahn-Portal aktuell anzeigen.



Das eine ist die Übersicht zum Bestellen einer Ersatzkarte: Wie man sieht ist dort nur eine (Partner)-Ersatzkarte angezeigt, das ist die Karte meiner Frau. Da waren vorher zwei Einträge, daher war für mich in der Situation klar dass das nur meine BC25 First sein kann die ich jetzt Ersatz-bestelle. Jetzt ist da gar kein Eintrag für mich drin - heisst das, ich besitze laut der Deutschen Bahn keine BahnCard die mit diesem Konto verknüpft ist?


Wenn dem so sei, wieso sehe ich in Screenshot 2 die Rechnungen für beide BahnCards - und auch eine (kostenlose) für die Bahn.bonus-Card? Warum ist dort von einer Bahn.Bonus-Karte die Rede, bei der Rechnung mit den Ersatz-Karten aber offensichtlich nicht? Woran erkennt kein Meister der Verfahren den Unterschied?

Soweit mag das alles , was der Bahn-Service da macht,richtig sein; das kann und mag ich nicht beurteilen, aber ich stelle mir da durchaus als Kunde, der ernstgenommen werden möchte, folgende Fragen:

  1. Wer kennt denn - gerade in Stress-Situationen wie dem Verlust seiner wichtigsten Papiere - denn die 16stellige Kartennummer jeder Karte die er üblicherweise mit sich führt? Denn die Twitter- und BahnService-Antworten legen nahe dass diese Nummer die wichtigste Identifikation seitens der Bahn ist. Das mag für normale Situationen der Fall sein, aber wenn ich dafür sorgen möchte dass ich möglichst schnell wieder meine BahnCard nutzen will dann hilft es nicht, dass ich irgendeine Karte auswählen kann, eventuell die falsche.

  2. Warum sehe ich in Screenshot 1 aktuell weder die Bahncard25 First, die ich habe, _noch_ die Bahn.Bonus-Card? Laut der Deutschen Bahn müsste ich da ja zwei Karten sehen - ich sehe aber gar keine. Und das, wo ich die Rechnung für alle drei Karten (meine zwei + eine meiner Frau) sehen kann.



Ich habe es dabei noch relativ gut. Ich habe zum Glück meine Bahncard in meiner DB-App drin und kann diese vorzeigen. Ja, ich hätte vielleicht auch da nach der Nummer schauen können und diese prüfen können. Aber noch einmal: Ich war in einer Stress-Situation, ich hatte gar keine Ahnung von einer Bahn-Bonus-Karte (die ich nie genutzt habe und auch nie nutzen werde) und hatte nicht die Wahl zwischen zwei Karten die ich hätte ersatzweise bestellen können.

Liebe deutsche Bahn: Das was ihr hier gezeigt hat ist ein Service-Fail: Nicht nur, dass ich als Kunde offensichtlich falsche Infomationen angezeigt bekomme - oder nicht vollständige, das dürft Ihr herausfinden, ihr erwartet zusätzlich dass der Kunde Eure Prozesse und Prioritäten versteht. Ich brauche meine BC-Kartennummer fast nie. Genau deswegen habe ich ja die Karte, damit ich sie mir nicht merken muss. Und sich dann darauf zu versteifen dass diese die wichtige Information ist und ich diese in Notsituationen prüfen muss empfinde ich als beschämend.

Ich bin wirklich neugierig wie Ihr mir erklärt was ich hätte besser machen sollen und können. Wenn es eine sinnvolle und rationale Erklärung oder Möglichkeit gibt, werde ich auch gerne diesen Beitrag aktualisieren. Wie wäre es?
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Streaming vs. Besitzen: Der "Verlust" von Filmen und Serien

Gestern abend beim CCCS -Stammtisch hatten wir das Thema und heute hat Isotopp das Thema ebenfalls: Streaming-Anbieter haben oftmals ihren Content nur für einige Zeit. Warum auch immer, selbst bei eigenproduzierten Serien scheint dies der Fall zu sein; besonders wenn man nicht im Original-Land (oftmals USA) ist sondern in einem Land, wo es oft eine Synchronisation und/oder fremdsprachige Untertitel gibt.
Das mag bei Filmen nicht ganz so schlimm sein, aber spätestens bei Serien ist das doof. Serienfolgen bauen aufeinander auf, wenn eine Storyline sogar über mehrere Seasons geht möchte man die Folgen nachschauen können, oder zumindest einige Hinweise später noch einmal verfolgen können. Wenn die Serien dann auf einmal verschwinden ist nicht nur der aktuelle Spass weg, man kann nicht einmal Kollegen oder Freunde von der Serie überzeugen, weil die Folgen sind ja nicht mehr verfügbar.

Genau dieses Verhalten ist der Grund warum ich recht viele Serien als Blu-Ray oder DVD besitze. Erst in letzter Zeit gehe ich zum Streamen über.

Aber genau dieses Verhalten erleben wir dort gerade: Die früheren Seasons aktueller Serien werden ohne Warnung oder ohne Bekanntmachung nicht mehr zur Verfügung gestellt. Egal ob das Doctor Who 2005, Star Trek Universum oder ähnliches ist.

Isotopp hat um entsprechende URLs gebeten, ich würde hier gerne eine entsprechende Liste zusammenstellen. Isotopp hat angefangen; wer noch weitere Links hat, mag sie mir schicken oder zukommen lassen. Ich persönlich mag Blogs lieber denn soziale Netze wie GooglePlus, daher mache ich daraus einen eigenen Blogeintrag ;-)





Update:Wie @WhatsOnPrimeNow erklärt, haben sie nur die US-relevanten Medien aufgeführt. Zusätzlich ist Amazon ihrer Erfahrung nach gerade dabei, diese Ankündigungen bzw. Listen zu Sachen die sie delisten auszuschalten. Mit anderen Worten, die Kunden sollen nicht mitbekommen welche Serien und Filme nicht mehr angeboten werden.
Ich selbst bin der Meinung, dass solche Ankündigungen für die Kunde sinnvoll sind und würde mich freuen wenn die Anbieter diese rausgeben müssten.
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Internet of Things: Wie man Dinge nicht erleben möchte

Gerade auf Twitter gefunden:
Jemand hat eine fernsteuerbare Steckdose gefunden. Bei Amazon. Er hat sie günstiger bekommen weil er dafür einen Review schreiben sollte, der nett ist.
Er hat den Review auch geschrieben, der erste Absatz ist nett.
Aber dann hat er sich diese Steckdose etwas näher angeschaut, genauer gesagt ihre Verbindung zu seinem Smartphone und wie das funktioniert mit dem WLAN.
Es stellt sich heraus, dass man entweder ein iPhone oder ein älteres Android-Telefon braucht, um diese Steckdose in das WLAN zu bringen. Doof, aber machbar. Um das herauszufinden musste er sich die Steuerung dieser Steckdose näher anschauen. Was er dabei entdeckt hat ist mehr als katastrophal:
Man muss nicht in demselben WLAN bzw. Netzwerk sein wie die Steckdose um diese fernzusteuern. Es reicht, die MAC-Adresse (quasi weltweit eindeutige Netzwerkgerät-Adresse, so wie ein Autokennzeichen) der Steckdose zu kennen und einen Befehl dafür an einen Server in China zu schicken. Dieser Server kennt von allen diesen Steckdosen die IP-Adresse, sucht über die MAC-Adresse die richtige IP-Adresse zu der der Befehl gesendet werden soll - und tut das. Egal wo der Befehl herkommt.
Die einzige Chance die ich habe um mich davor zu schützen ist diesen Server in China in meiner Firewall zu blocken. Ich als IT-affine Person weiss wie das geht, aber Otto-Normalverbraucher eher nicht.
Wieder eine Geschichte mit "gut gemeint". Und ich überlege noch ob und wie ich meinen Arduinos Netz geben will...
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Warum Auto-Hacks absehbar sind

Als hätte ich es geahnt... Volkswagen hat massive Sicherheitsprobleme und verhüllt sie anstatt sie zu lösen.

Seit drei Jahren ist Volkswagen bekannt dass Schlüssel für ihre Autos und deren "Security" trivial zu brechen sind. Brechen weil - wie bei Mifare Classic (der Vergleich drängt sich einfach auf) - viele einfache Sicherheits-Schranken erst gar nicht gesetzt wurden. Der Pool an Zufallszahlen ist viel zu klein, es gibt keine Beschränkung der Anmeldeversuche, der Halter des Wagens wird gar nicht über Fehlversuche informiert (wenn da 1000 stehen könnte er sich ja Gedanken machen) und so weiter.
Wenn das Auto gestohlen wird, geht dann natürlich die Versicherung davon aus dass der Halter den Schlüssel liegengelassen hat. Oder der Dieb anders dran kam; weil es gibt ja keine Einbruchsspuren. Der Halter müsste also beweisen dass noch alles in Ordnung ist bei ihm; die Umkehrung der Unschuldsvermutung.
Das perfide ist aber: Volkswagen weiss das seit drei Jahren. Und anstatt was zu machen haben sie die Forscher gezwungen, ihre Forschungsergebnisse zurückzuhalten. Das heisst, Diebe haben seit drei Jahren leichtes Spiel.
Wurde in den drei Jahren etwas gemacht? Wurden die Schlüssel und die entsprechenden Sicherheitssysteme in den anfälligen Autos getauscht?
Nein. Warum auch? Es gibt keinen Aufschrei.
Und genau deswegen sollte Security by Obscurity verboten sein. Ich weiss nicht, wieviele Autos inzwischen als gestohlen gemeldet wurden aus diesen Fahrzeugreihen, aber es wurde den Dieben ziemlich einfach gemacht...
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Hacks an Autos sollen zu schwer sein...

Heute las ich einen Artikel, dass Sicherheitsforscher der Meinung sind dass Auto-Hacks schwer zu kopieren sind.

Meine Erfahrungen gehen in die andere Richtung: Alles wird versucht zu vereinheitlichen innerhalb eines Konzerns, um Synergie-Effekte zu haben. Das bedeutet dass dieselben Komponenten (Hard- aber auch Software) überall benutzt werden.
Und weil "Security by Obscurity" so gut funktioniert wird erwartet dass "weil ja niemand etwas weiss" alles sicher ist.
Selbst wenn "nur" das Auto raustelefonieren darf - was hindert mich daran, von innen eine TCP-Verbindung aufzumachen und stehenzulassen? Okay, ich brauche eventuell physischen Zugriff. Oder ein speziell angepasstes mp3-Stück welches ich dem Inhaber des Autos mitgebe. Standard-Libraries (Open Source) haben den Vorteil dass sie für Firmen kostenlos zu benutzen sind und daher auch gerne eingesetzt werden. Wohin das führt sah man schon bei vielen snmp-Bugs, wo plötzlich Hersteller wie Cisco, Juniper, ... alle auffällig zeitgleich ihre Systeme patchen mussten.
Also sorry, ich glaube nicht dass es ausreicht sich darauf zurückzuziehen, dass es zu schwer wird oder es sich nicht lohnt.
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Arbeiten am Häusle: Bohrhammer und Handschuhe

Nach unseren ersten Tagen im neuen Haus kam irgendwann auch der Boden dran - wir mussten zumindest mal unter das Linoleum und die Teppiche schauen. Das ging teilweise gut (nicht verklebt), teilweise war es eine Katastrophe (gut verklebter Teppich auf Linoleum. Eine Plackerei. Nein, nicht wasserlöslich).
Unter dem Linoleum fanden wir Magnesitestrich. Das ist Estrich mit einem Anteil Holzspäne. Leider war er nicht nur aufgelegt auf den darunterliegenden Beton - nein, er muss festgeklebt worden sein.
Das hiess, der Bohrhammer musste zur Hand genommen werden. Zum Glück hat mein Vater einen dafür passenden und ich habe mich daran versucht. Knapp eine Stunde.

Die nächsten drei Tage bin ich mit schmerzenden Händen und Armgelenken herumgelaufen - man braucht viel Kraft, um den Bohrhammer gegen den Beton zu stemmen, damit der Bohrhammer dann auch den Estrich lösen kann. Der Bohrhammer selbst hämmert dann den Meissel gegen den Beton, diese Rückschläge bekommen die Hände natürlich auch ab. Ich war drauf und dran zu sagen, dass diese Plackerei bitte Handwerker machen sollen.

Zum Glück konnte mir ein Freund helfen - er sprach die magischen Schlagworte "Schockresistent" und "Anti-Vibrations Arbeitshandschuh", und damit fand ich dann plötzlich das richtige Hilfsmittel.
Ein paar Tage später kam das Handschuhpaar. Und was soll ich sagen: Ja, man braucht Kraft für den Bohrhammer. Aber mit den Handschuhen habe ich dann keine Schmerzen mehr in den Händen - damit ging das Hämmern relativ gut. Es ist immer noch anstrengend, aber lange nicht mehr so schmerzhaft ;-)
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Vortrag an der Hochschule Aalen

Heute habe ich etwas neues probiert: Ich halte einen Vortrag, in dem die Folien in HTML5 erstellt sind.

Für mich neu, bisher habe ich Keynote und OpenOffice-Impress benutzt. Nach ein wenig rumprobieren scheint es aber spannend zu gehen - mal sehen was die Zuhörer dazu sagen.
Es geht um das Thema Facebook (oder generell soziale Netzwerke) und Datenschutz: Was sammeln diese Netzwerke, was macht sie so attraktiv, aber auch gefährlich, was ausser den sichtbaren Daten wird gesammelt.
Die Folien werden hier verlinkt (oder github oder was öhnliches, weiss ich noch nicht. Muss ich mal ausprobieren ;), Kommentare sind sehr erwünscht ;-)
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